- Die Zahl der Menschen, die von weniger als 1 US-Dollar pro Tag leben,
soll um die Hälfte gesenkt werden.
- Der Anteil der Menschen, die unter Hunger leiden, soll um die Hälfte
gesenkt werden.
Mehr als eine Milliarde Menschen auf der Welt müssen von weniger als
einem Dollar pro Tag leben. Weitere 2,7 Milliarden haben weniger als
zwei Dollar pro Tag zum Überleben. Jeden Tag gehen mehr als 800 Millionen
Menschen, davon 300 Millionen Kinder, hungrig zu Bett. Alle 3,6 Sekunden
verhungert ein Mensch; die große Mehrzahl sind Kinder unter 5 Jahren.
Die
Fakten auf einen Blick: Die Gesichter der Armut, Millenniums-Projekt
Nahrungsmittel gibt es genug auf der Welt, doch sie sind extrem
ungleich verteilt. Die natürlichen Ressourcen wären ausreichend, um
auch bei wachsender Bevölkerung Nahrung für alle zu produzieren.
Hunger und Unterernährung haben nicht unbedingt mit
einem allgemeinen Mangel zu tun. Vielmehr fehlt armen Bevölkerungsgruppen
der Zugang zu Nahrungsmitteln in ausreichender Quantität und Qualität,
um ein aktives und gesundes Leben zu führen.
Hunger und Unterernährung schwächen Körper und Immunsystem. Schlechte
Gesundheitsversorgung, schmutziges Wasser, keine sanitären Einrichtungen
sowie mangelnde Information und Ausbildung verschärfen diese Situation:
Wer arm ist, wird eher krank und stirbt früher – Unterernährte
Menschen in % der Gesamtbevölkerung.
Quelle: Das
Außenministerium
Die Zahl der Hungernden steigt
wieder - Deutsche Welthungerhilfe
Die Ursachen der Armut liegen nicht nur in der extremen ungleichen
Verteilung von Einkommen sondern vor allem auch in einer sozialen,
ethnischen oder religiösen Diskriminierung (z. B. bei indigenen Bevölkerungsgruppen,
Minderheiten, wirtschaftlich und sozial ausgegrenzten Randgruppen,
Flüchtlingen, Vertriebenen, etc.). Besonders gefährdet sind Frauen
und Kinder. Der Kampf gegen die Armut kann daher nicht getrennt werden
von den Bemühungen um die Gleichstellung von Frauen und Männern, Demokratisierung,
guter Regierungsführung (Good Governance) und der Beachtung von Menschenrechten
sowie dem Schutz und der Erhaltung der natürlichen Ressourcen.
Quelle: Austrian
Development Agency
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Begriffe
Hunger
Kurze Zeit zu hungern, kann einem
Menschen normalerweise kaum etwas anhaben. Chronische Unterernährung
ist jedoch gesundheitsschädlich und lebensgefährlich. International
liegt die Definition für Hunger bei einem Verbrauch von weniger
als 1690 Kalorien pro Tag.
Unterernährung
Die Nahrung reicht nicht aus, um
den täglichen Energiebedarf zu decken. Die Folgen sind Antriebslosigkeit,
verzögerte Entwicklung von Kindern und ein schwaches Immunsystem.
Untergewicht während der Schwangerschaft und Kindheit führt zu
rund 10 Prozent der weltweiten Krankheitsfälle.
Mangelernährung
Die Qualität und Zusammensetzung
der Mahlzeiten ist ein wichtiger Faktor. Fehlen Vitamine, Mineralstoffe
oder Proteine können Krankheiten wie Erblindung oder Anämie auftreten.
Quelle: Das
Außenministerium
Armut
Absolute Armut beginnt, wo das physische
Existenzminimum nicht mehr gesichert ist. Relative Armut wird
hingegen in bezug auf das Wohlstandsgefälle einer Gesellschaft
definiert. Laut Definition der Weltbank leben Menschen unterhalb
der absoluten Armutsgrenze, wenn ihnen weniger als ein Dollar
pro Tag an Kaufkraft zur Verfügung steht.
Quelle: Entwicklungspolitisches
Glossar, S. 5
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Weitere Grafiken:
Einkommensarmut
pro Kopf
Unternährte
Menschen in % der Gesamtbevölkerung
Map of World Hunger
Weitere Infos:
Ernährung sichern (Homepage
Außenministerium)
Armutsbekämpfung (Homepage
Austrian Development Agency)
Ländliche
Entwicklung (Homepage Austrian Development Agency
Weltnachrichten: Themenheft
Ernährung, ADA, Wien 2004
United
Nations Development Programme
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