- In der Grund- und Mittelschulausbildung soll bis zum Jahr 2005 und
auf allen Ausbildungsstufen bis zum Jahr 2015 jede unterschiedliche
Behandlung der Geschlechter beseitigt werden.
Extreme Armut ist weiblich, mehr Frauen als Männer leben von der Hand
in den Mund. Etwa eine halbe Milliarde Frauen in Entwicklungsländern
haben kein angemessenes Einkommen, keine medizinische Versorgung und
Sicherheit. Mit verheerenden Folgen: Jährlich sterben z. B. mehr als
eine halbe Million Frauen während der Schwangerschaft oder Geburt.
Frauen in Entwicklungsländern arbeiten schwer, um sich und ihre Familien
zu versorgen und werden dennoch gesellschaftlich, rechtlich und wirtschaftlich
benachteiligt. Gerade Frauen aber spielen für die nachhaltige Entwicklung
armer Länder eine entscheidende Rolle. Genderfragen und die Gleichstellung
von Frauen und Männern sind daher wichtige internationale Anliegen.
Quelle: Frauen stärken Chancen für alle, Informationsfolder,
Austrian Development Agency
Quelle: Bericht über die menschliche
Entwicklung 2003, S. 87
Zwei Drittel der weltweit schätzungsweise 115 Millionen Kinder, die überhaupt
keine Schule besuchen, sind Mädchen. Dabei werden in fast allen Gesellschaften
Fürsorge und Betreuung vorrangig von Frauen geleistet. Ihre Bildung
trägt daher mehr zur Gesundheit und Entwicklung der nächsten Generation
bei als die Bildung von Männern.
Mädchen, die eine Schulbildung genossen haben, wachsen zu Frauen heran,
die weniger und gesündere Kinder haben. Besser ausgebildete Frauen
tragen auch zu höherer Produktivität bei, indem sie zum Beispiel in
der Landwirtschaft neue Anbaumethoden übernehmen. Damit vergrößert
sich auch das Haushaltseinkommen. Diese positiven Prozesse erhalten
noch mehr Gewicht, wenn Frauen verstärkt an gesellschaftlichen Entscheidungen
beteiligt werden.
Quelle: Homepage
des BMaA
Quelle: Bericht über die menschliche
Entwicklung 2003, S. 103
UN-Generalsekretär Kofi Annan betont, dass die Stärkung von
Frauen zentrales Ziel der internationalen Entwicklungszusammenarbeit
sein müsse. Nur wenn die Bedürfnisse und Prioritäten von Frauen Berücksichtigt
werden, könnten die Millenniums-Entwicklungsziele erreicht werden:
„Keine andere politische
Maßnahme hat ein höheres Potenzial, die wirtschaftliche Produktivität
zu steigern oder die Kinder- und Müttersterblichkeit zu senken, oder
kann mit so großer Sicherheit Ernährung und Gesundheit fördern, einschließlich
der Prävention von HIV/AIDS. Keine andere Maßnahme hat sich wirksamer
erwiesen, die Chancen der kommenden Generationen auf Bildung zu erhöhen.“
Kofi Annan in seinem Bericht
„In größerer Freiheit“
vom März 2005
Weitere Grafiken:
Gleichstellung
der Geschlechter (Quelle: Bericht über die menschliche Entwicklung
2003, S. 69)
Weitere Infos:
Homepage
Austrian Development Agency
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Außenministerium
United Nations
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