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Förderung von Kleinbauern und -bäuerinnen im Südosten von Nicaragua

(MDG 1 und MDG 7)

Seit über 10 Jahren unterstützt die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) ein Projekt zur Armutsbekämpfung und Ernährungssicherung (MDG 1) im Südosten von Nicaragua. Das abgelegene Gebiet heißt El Rama, in der die verstreut lebende Bauernbevölkerung versucht ein Auskommen zu finden. Mehr über die Ausgangssituation dieses Projektes und über den Zusammenhang zwischen Ökologie und Entwicklung (MDG 7) findet man in dem Beitrag Schutz des Regenwaldes.

Die Region liegt zwischen dem riesigen Nicaragua See und der Karibischen Küste, wo viele Familien in ärmlichen Verhältnissen leben und geringe Chancen haben, mit ihrer kleinen Landwirtschaft zu überleben. Viele der Bauern und Bäuerinnen in der Region können weder lesen noch schreiben und produzieren wenig, was sie am Markt verkaufen können. So einen kleinen Bauernhof nennt man Finca, ein Familienbetrieb mit einer durchschnittlichen Größe von 50 Manzanas (1 Manzana = 0,69 ha). Wie das Land in einem solchen Betrieb genutzt wird, kann man an einer Skizze sehen.

Im Rahmen dieses Projektes unterstützt man die Menschen bei der Umstrukturierung ihrer Landwirtschaft, damit sie von den Erträgen ihrer Finca auch wirklich leben können (MDG 1). Darüber hinaus werden der Anbau von tropischen Pflanzen wie Zimt, Kakao, Pfeffer oder Muskatnuss gefördert, Pflanzen die weniger anfällig gegenüber Schädlingen sind und bessere Erträge bringen. Weiters hilft man den Bauern bei der Verbesserung der Produktqualität und bei der Vermarktung ihrer Erzeugnisse. Im Zentrum steht die Aus- und Weiterbildung der Menschen, damit sie ihre Fincas zu rentablen Unternehmen machen können.


Foto: Kakao-Pflanzung


Foto: Schafzucht

Verbesserte Methoden die Bodenqualität zu erhalten, die Verwendung von organischem Dünger, biologische Schädlingsbekämpfung und Wiederaufforstung sollen die Wiederherstellung eines gesunden Ökosystems garantieren und die natürlichen Grundlagen der Bauernhöfe bewahren (MDG Ziel 7).


Foto: Herstellung von organischem Dünger

Durchgeführt wird das Projekt von einer nicaraguanischen Organisation namens IPADE (Institut für Demokratie und Entwicklung ). Für alle die Spanisch lernen oder es bereits können, gibt es eine Projektbeschreibung auch in Spanisch.

IPADE arbeitet eng mit den 180 Familien in der Region zusammen, damit die Bauern und Bäuerinnen die Umstrukturierung ihrer Landwirtschaft selbst in die Hand nehmen können, mehr und bessere Qualität produzieren, Preise aushandeln, Kosten verringern und direkten Zugang zum Markt bekommen. Dazu werden Institutionen gegründet, die die Möglichkeiten und die Rechte der Familien verbessern. Siehe dazu folgende Graphik:

Wie in vielen Projekten wird der Unterstützung von Frauen besonderes Augenmerk geschenkt (MDG Ziel 3). Spezielle Ausbildungen für Frauen in den Bereichen Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte und deren Vermarktung stehen hier im Zentrum.


Foto: Ausbildung von Frauen

Wie dadurch der Lebensstandard der Familien erhöht wird, kann man auf folgender Graphik sehen.


Foto: Verkauf von Schaffleisch


Foto: Verkauf von Honig

Zusätzliche Informationen zu Nicaragua als Schwerpunktland der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit liefert ein weiterer Beitrag (PDF-Dokument).

Einen Einblick in die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit mit Nicaragua gibt der Film "Ferne Nachbarn: Nicaragua".

Wer an weiteren Initiativen österreichischer Organisationen in Nicaragua interessiert ist, kann sich bei CHICA – Koordinationsprogramm für Partnerschaften zwischen Nicaragua und Österreich (Website in Deutsch und Spanisch) oder bei Miriam – Bildungsprojekt zur Frauenförderung weiter informieren.

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