Bienvenidos en Nicarargua
!
Solidarität, ein letzthin etwas unmodern gewordener Begriff,
steht am Beginn dieses Moduls. Eine „Globale Partnerschaft im
Dienste der Entwicklung schaffen“, so lautet das Millenniumsziel
Nr. 8. In den 80er Jahren, als die USA politischen Druck
auf Nicaragua ausübte und die Contras
gegen die Sandinisten unterstützte, entstand eine breite
globale Solidaritätsbewegung mit der so genannten Sandinistischen
Revolution in Nicaragua. Berichte über die Gräueltaten des diktatorischen
Regimes der Familie Somoza mobilisierten linke, christliche
und grüne Aktivisten und führten zu einer breiten und bunten Solidaritätsbewegung
zwischen Nicaragua und Österreich. Dieser intensive Kontakt
war der Grund, dass Nicaragua ein Schwerpunkland der Österreichischen
Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) wurde.
Der starke geschichtliche und politische Zugang zu diesem Modul
hat einen besonderen Grund. Die Solidaritätsbewegung war ursprünglich
eine politische Bewegung, erst später kam der entwicklungspolitische
Ansatz dazu. Auch die hier vorgestellte Literatur hat einen starken
politischen Akzent. Ernesto Cardenal, eine wichtige Symbolfigur
Nicaraguas, ist nicht nur Dichter und Priester, sondern auch ein
sehr politischer Mensch, der nie zu geschehenem Unrecht in seinem
Land geschwiegen hat.
Als Download findet man den Film
„Ferne Nachbarn: Nicaragua“, ein
Beitrag über Projekte der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit
in Nicaragua. Umfassendes
Begleitmaterial zum Film ermöglicht eine
weiterführende Auseinandersetzung mit diesem Thema. Herr Friedrich
Schwarz berichtete in seinem Vortrag unter anderem über die Städtepartnerschaft
Linz – San Carlos. In einem Kurzinterview
erzählt Alexandra
wie sie es als Au-pair-Mädchen von León nach Leonding (bei
Linz) verschlagen hat.
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